Professionelle Fassadendämmung sollte dem Fachmann überlassen werden

Es gibt am und im Haus eine Menge Dinge, die mehr oder weniger geübte Heimwerker selbst erledigen können. Die Fassadendämmung gehört definitiv nicht dazu. Hier kommt es auf perfektes Arbeiten an, das viel Können und Erfahrung erfordert. Die Wärmedämmung eines Hauses sollte deshalb jeder Immobilienbesitzer in die Hände eines Fachmanns legen.

Eine fachgerechte Ausführung ist bei der Fassadendämmung auch deshalb so wichtig, weil jeder Fehler jahrelange hohe Folgekosten nach sich zieht. Ist die Hülle eines Gebäudes, die aus den Wänden, den Fenstern und dem Dach besteht, unzureichend gedämmt, kann die Wärme ungehindert von drinnen nach draußen entweichen. Experten gehen davon aus, dass bei ungedämmten Häusern bis zu zwei Drittel der Heizenergie verloren gehen. Damit es im Winter in den Wohnräumen trotzdem warm wird, müssen die Bewohner entsprechend mehr heizen. Die Folge sind enorm hohe Heizkostenrechnungen, die tiefe Löcher in die Haushaltskasse reißen.

Um das zu verhindern, muss man die Wände vom Profi dämmen lassen. Die Experten analysieren zunächst die vorhandene Bausubstanz und geben dann auf der Grundlage ihrer Ausbildung und ihres Praxiswissens eine Empfehlung ab. Nicht jede Methode der Wärmedämmung ist für jede Bauweise gleich gut geeignet. Die Wahl des Verfahrens sollte daher dem Fachmann überlassen werden. Zusätzlich können auch ein Architekt oder ein Energieberater zu Rate gezogen werden. So hat der Immobilieneigner die Möglichkeit, verschiedene Expertenmeinungen einzuholen. Gängige Methoden sind die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems auf das vorhandene Mauerwerk oder der Bau einer Vorhangfassade mit Hinterlüftung. Häuser mit zweischaligem Mauerwerk können auch eine nachträgliche Einblasdämmung erhalten. Hier wird Dämmmaterial in den Zwischenraum zum Beispiel zwischen der Ziegelwand und der Klinkerfassade eingebracht.

Nicht nur in der Planungsphase, sondern auch und gerade bei der Ausführung sind fundierte Fachkenntnisse unerlässlich. Das Ziel einer optimalen Wärmedämmung wird dann erreicht, wenn eine luftdichte Gebäudehülle entsteht. Gute Verarbeitung und das richtige Material sind entscheidend, um mögliche Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden und um zu verhindern, dass durch kleine Lücken doch noch Heizenergie verloren geht. Die gesamte Dämmwirkung würde darunter massiv leiden, die Reduzierung der Heizkosten wäre daher nicht im gewünschten Umfang möglich. Besonders gefährlich sind so genannte Wärmebrücken, die durch unsachgemäßes Arbeiten schnell entstehen können. An diesen Stellen entweicht die Wärme besonders rasch aus dem Gebäude. Die Wärmebrücken lassen sich wiederum nur mit hohen Folgekosten beseitigen. Daher ist es unter dem Strich sicherer und günstiger, die Arbeiten gleich einem Fachmann zu überlassen.